Sonderverwaltungszone · Truong Sa
Sonderzone Truong Sa
Đặc khu Trường Sa
Truong Sa (Trường Sa) ist eine besondere Verwaltungszone der Provinz Khanh Hoa in Vietnam, gebildet am 1. Juli 2025 aus den Inseln, Riffen und Atollen, die Vietnam auf den Spratly-Inseln hält, einem Archipel im Südchinesischen Meer, das von sechs Staaten ganz oder teilweise beansprucht wird[1][2]. Vietnam verwaltet dort 21 benannte Inseln, Eilande und Riffe, einen Teil eines größeren Archipels, das insgesamt mehr als 100 Inseln, Cays, Atolle und Riffe umfasst[2][3]. Die Zone liegt etwa 248 Seemeilen (459 km) südöstlich des Stadtbezirks Cam Ranh auf dem Festland von Khanh Hoa[1][2], und ihre Hauptinsel Truong Sa Lon, auf Englisch als Spratly Island bekannt, liegt bei etwa 8.6447 Grad nördlicher Breite und 111.92 Grad östlicher Länge[4].
Vietnam verwaltet die Gruppe seit 1982, wobei sich der Status der Einheit seither zweimal geändert hat: 1989 kam sie unter die unmittelbare Verwaltung von Khanh Hoa, 2007 wurde sie in eine Kleinstadt und zwei Gemeinden gegliedert, und 2025 wurde sie zu einer Sonderzone, die alle drei ersetzte[1][2][5]. Die Volkszählung von 2019 erfasste dort 93 Einwohner, davon 30 in der Kleinstadt Truong Sa, gegenüber 195 im Jahr 2009[1]. Andere Staaten beanspruchen dasselbe Archipel ganz oder teilweise, und vietnamesische und chinesische Seestreitkräfte lieferten sich im März 1988 ein kurzes, verlustreiches Gefecht um Riffe in der Gruppe[3][6].
Geographie
Truong Sa liegt weit vor der Küste im Südchinesischen Meer, etwa 248 Seemeilen (459 km) südöstlich des Stadtbezirks Cam Ranh auf dem Festland von Khanh Hoa und etwa 305 Seemeilen von Vung Tau entfernt[1][2]. Vietnam verwaltet dort 21 benannte Inseln, Eilande und Riffe, verteilt auf acht Gruppen des größeren Spratly-Archipels, das als Ganzes mehr als 100 Inseln, Cays, Atolle und Riffe umfasst, die von sechs Staaten ganz oder teilweise beansprucht werden[2][3]. Die Hauptinsel der Zone, Truong Sa Lon, auf Englisch auch als Spratly Island bekannt, liegt bei etwa 8.6447 Grad nördlicher Breite und 111.92 Grad östlicher Länge[4].
Die Quellen sind sich über die gesamte Landfläche der Zone uneinig. Der Artikel der vietnamesischen Wikipedia nennt 9.35 km²[2]; die Infobox der englischen Wikipedia gibt stattdessen 496 km² (192 sq mi) als Gesamtfläche des Landkreises an, ohne Land von Wasserfläche zu unterscheiden, und die Zahl taucht im Fließtext nirgends auf; keine der abgerufenen Quellen erklärt den Unterschied[1].
Verwaltungsgeschichte
Der Ministerrat schuf den Landkreis Truong Sa unter der Provinz Dong Nai durch den Beschluss 193/HDBT vom 9. Dezember 1982[2]. Nur Wochen später verlegte eine am 28. Dezember 1982 verabschiedete Resolution der Nationalversammlung den Landkreis in die neu gebildete Provinz Phu Khanh[1][2]. Als eine Resolution der 5. Sitzungsperiode der 8. Nationalversammlung Phu Khanh am 30. Juni 1989 in Phu Yen und Khanh Hoa teilte, kam Truong Sa unter die unmittelbare Verwaltung der neuen Provinz Khanh Hoa[10]. Wikidata verzeichnet Truong Sa unter der Kennung Q1328612 als besondere Verwaltungseinheit Vietnams[7].
Das Dekret 65/2007/ND-CP vom 11. April 2007 teilte den Landkreis in die Kleinstadt Truong Sa und zwei ländliche Gemeinden, Song Tu Tay und Sinh Ton[2]. Die Resolution 1667/NQ-UBTVQH15, die der Ständige Ausschuss der Nationalversammlung am 16. Juni 2025 verabschiedete und die mit dem Tag ihrer Unterzeichnung rechtswirksam wurde, führte die Kleinstadt und beide Gemeinden zu einer einzigen Einheit mit dem Namen Sonderzone Truong Sa zusammen; die neue Einheit nahm ihre Arbeit am 1. Juli 2025 auf, an demselben Tag, an dem die umfassendere Eingliederung von Ninh Thuan in Khanh Hoa wirksam wurde[5].
Bevölkerung und Infrastruktur
Die Volkszählung von 2009 zählte 195 Menschen im Landkreis, davon 82 in der Kleinstadt Truong Sa; bis zur Volkszählung von 2019 war die Gesamtzahl auf 93 gesunken, mit 30 in der Kleinstadt[1]. Báo Gia Lai berichtete von annähernd 100 zivilen Haushalten, die über die Inseln verteilt leben[8].
Neun Leuchttürme auf den Inseln werden nach Angaben von Báo Gia Lai seit 1993 von derselben Behörde betrieben[8]. Nhan Dan berichtete, dass zu den Siedlungen der Zone Schulen, medizinische Stationen, Pagoden, Kriegerdenkmäler und Ho-Chi-Minh-Gedenkhäuser gehören sowie ein Hafen, der Schiffe mit bis zu 2,000 Tonnen Tragfähigkeit aufnehmen kann[9].
Konkurrierende Ansprüche auf den Spratly-Inseln
Sechs Staaten beanspruchen die Spratly-Inseln ganz oder teilweise: Brunei, China, Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam[3]. Bruneis Anspruch beschränkt sich auf eine ausschließliche Wirtschaftszone, die das unbewohnte Louisa Reef einschließt, und das Land besetzt dort kein Objekt[3]. Die übrigen fünf Staaten halten jeweils eine Reihe von Inseln oder Riffen, darunter die Bestände Vietnams, die als Sonderzone Truong Sa verwaltet werden[2][3].
Das Gefecht von Gac Ma 1988
Am 14. März 1988 stießen vietnamesische und chinesische Seestreitkräfte am Johnson South Reef zusammen, das in Vietnam als Gac Ma bekannt ist und zu den Union Banks der Spratly-Inseln gehört, bei etwa 9 Grad 43 Minuten nördlicher Breite und 114 Grad 17 Minuten östlicher Länge[6]. Beide Länder hatten in jenem Jahr Markierungen gesetzt und auf Riffen der Gruppe gebaut: China war der Bau einer ozeanographischen Station übertragen worden, und Vietnam hatte darauf mit einer Präsenz auf weiteren Riffen reagiert[6].
Die beiden Seiten geben unterschiedliche Darstellungen darüber, wer zuerst schoss. Nach chinesischer Darstellung versuchten vietnamesische Kräfte gegen 07:30 Uhr, auf dem Riff eine Flagge zu hissen, und chinesische Kräfte griffen um 08:47 Uhr an; nach vietnamesischer Darstellung trafen chinesische Schiffe zuerst ein und eröffneten das Feuer auf vietnamesische Kräfte, die Baumaterial entluden[6]. Vietnam verzeichnete 64 getötete, 11 verwundete und 9 gefangen genommene eigene Angehörige und berichtete, dass zwei seiner Transportschiffe versenkt und ein Landungsschiff zerstört wurden[6]. China verzeichnete einen eigenen verwundeten Matrosen[6].
China beendete den Zusammenstoß im Besitz des Johnson South Reef; Vietnam behielt die nahe gelegenen Riffe Collins und Lansdowne[6]. Bis Ende 1988 hielt China insgesamt sechs Riffe in der Gruppe[6].
Gegenwart
In der Gestalt der Neuordnung von 2025 untersteht die Sonderzone Truong Sa unmittelbar der Provinzregierung von Khanh Hoa, ohne eine dazwischenliegende Landkreisebene, also derselben zweistufigen Struktur, die in der umfassenderen Reform von 2025 in der übrigen Provinz eingeführt wurde[5]. Die vietnamesische Presse zählt sie zu dreizehn landesweit in dieser Reform geschaffenen Sonderzonen[8].
Fragen und Antworten
Wie viele Inseln und Riffe verwaltet Vietnam in der Sonderzone Truong Sa?
Vietnam benennt dort 21 Inseln, Eilande und Riffe, einen Teil der größeren Gruppe der Spratly-Inseln[2].
Welche Staaten beanspruchen die Spratly-Inseln?
Brunei, China, Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam beanspruchen die Gruppe ganz oder teilweise; Bruneis Anspruch umfasst nur eine Meereszone[3].
Was geschah 1988 bei Gac Ma?
Vietnamesische und chinesische Seestreitkräfte stießen am 14. März 1988 am Johnson South Reef zusammen; Vietnam verzeichnete 64 getötete Angehörige und China einen verwundeten Matrosen[6].
Quellen
Jede Zahl in diesem Artikel ist einer dieser Seiten zugeordnet, aufgeführt in der Reihenfolge der ersten Verwendung, mit dem Datum, an dem sie gelesen wurde.
- Truong Sa, Khanh Hoa
- Trường Sa (đặc khu)
- Spratly Islands
- Spratly Island (Q3273381)
- Toàn văn Nghị quyết số 1667/NQ-UBTVQH15 sắp xếp các đơn vị hành chính cấp xã của tỉnh Khánh Hòa năm 2025
- Johnson South Reef Skirmish
- Truong Sa (Q1328612)
- 13 đặc khu của Việt Nam: Trường Sa, đặc khu đặc biệt của đặc biệt
- Đặc khu Trường Sa: 43 năm xây dựng, kiên cường giữ biển trời Tổ quốc
- Kỳ IV: Địa giới hành chính Việt Nam từ năm 1975 đến nay
Siehe auch
- Gedenkstätte Gac MaDenkmal
- Basis Cam RanhMilitärbasis
- Khanh HoaProvinz
- Verwaltungsgliederung von Khanh HoaÜberblick
- Geschichte von Khanh HoaÜberblick
- Cam RanhEhemalige Stadt